Posts mit dem Label Allgemeinwissen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Allgemeinwissen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 17. August 2008


Globale Erwärmung

Als globale Erwärmung bezeichnet man den während der vergangenen Jahrzehnte beobachteten allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere sowie die erwartete weitere Erwärmung in der Zukunft. Ihre hauptsächliche Ursache liegt nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis „sehr wahrscheinlich“[1] in der Verstärkung des Treibhauseffektes durch den Menschen.[2] [3] Dieser entsteht durch Änderung der Atmosphärenzusammensetzung. Durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe und durch die weltumfassende Entwaldung wird Kohlendioxid (CO2) in der Luft angereichert. Landnutzungsveränderungen wie Land- und Viehwirtschaft sind eine zusätzliche Ursache, besonders durch den auf sie zurückgehenden Ausstoß weiterer bedeutender Treibhausgase wie Methan.

Die Bezeichnung globale Erwärmung wurde im Verlauf der 1980er und 1990er Jahre geprägt und wird oft gleichbedeutend mit dem allgemeineren Begriff Klimawandel verwendet. Während Klimawandel die natürliche Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum beschreibt und damit die bisherige Klimageschichte umfasst, bezieht sich die globale Erwärmung auf die gegenwärtige anthropogene, das heißt durch Menschen verursachte Klimaveränderung. Dieser Anstieg der Durchschnittstemperatur auf der Erde ist mit einer Vielzahl weiterer globaler, regionaler und lokaler Folgen verbunden.

Ursachen
Treibhauseffekt,
der Treibhauseffekt lässt sich auf Treibhausgase wie Wasserdampf (H2O), Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O, auch bekannt als Lachgas) und fluorierte Verbindungen (FCKW und FKW) zurückführen. Diese lassen die von der Sonne kommende kurzwellige Strahlung weitgehend ungehindert auf die Erde durch, strahlen aber selbst im längerwelligen Bereich (Infrarotbereich). Dadurch erhält die Erdoberfläche mehr Strahlung als durch die Sonne allein und erwärmt sich stärker
Anthropogener Treibhauseffekt,
seit der Industriellen Revolution verstärkt der Mensch den natürlichen Treibhauseffekt durch den Ausstoß von Treibhausgasen.[4][5] Dabei entsteht die zusätzliche Erwärmung der Erdoberfläche nicht durch zusätzliche Absorption (die Atmosphäre ist in den relevanten Wellenlängenbereichen schon so gut wie undurchsichtig), sondern hauptsächlich durch Veränderung der Emission, da für den Treibhauseffekt nur Strahlung relevant ist, die die Erdoberfläche erreicht.
Sonnenaktivität und kosmische Strahlen ,
neben Treibhausgasen tragen noch andere, weniger bedeutende Faktoren zur globalen Erwärmung bei. Besonders der Beitrag erhöhter Strahlungsintensität der Sonne ist hier zu erwähnen, auch wenn er unterschiedlich stark gewichtet wird. Das wissenschaftliche Verständnis über den Einfluss der schwankenden Sonnenaktivität auf das Klima wird vom IPCC als „gering“ eingeschätzt.
Aerosole
im Klimasystem ebenfalls eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen feine Partikel in der Atmosphäre, die so genannten Aerosole. Diese reflektieren teilweise einkommende Strahlung und tragen so zur Abkühlung der unteren Luftschichten bei. Welche Effekte sie genau auf das Klima haben, kann gegenwärtig nur mit recht großen Unsicherheiten beschrieben werden.

Auswirkungen
Gesundheitsrisiken bestehen zum einen durch die steigenden Lufttemperaturen. Hitzewellen werden öfter auftreten, während extreme Kälteereignisse wahrscheinlich seltener werden. Dabei steigt die Zahl heißer Tage nicht notwendigerweise im gleichen Ausmaß, wie die Zahl kalter Tage abnimmt. Nimmt gleichzeitig zum Mittel der Temperatur auch ihre Varianz zu, treten heiße und sehr heiße Tage deutlich öfter auf, als kalte Tage seltener werden.
Außerdem kann es zu einer weiteren Verbreitung von wärmeliebenden Schädlingen (z. B. Zecken, Borkenkäfer) und Krankheitserregern (zum Beispiel Malaria[76]) in Regionen kommen, die heute für diese zu kühl sind.
Im Zuge der globalen Erwärmung kommt es zu einem Anstieg des Meeresspiegels.
Die Ozeane werden nicht nur wärmer, sondern sie nehmen auch Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und versauern dadurch.[82] Die Auswirkungen auf die Meere und die stark betroffenen Korallen können erheblich sein, da sie ihre schützende Kalkschicht nicht mehr bilden können.
Durch die steigenden Lufttemperaturen verändern sich weltweit Verteilung und Ausmaß der Niederschläge.

Klimaschutz
Klimapolitik,
das Ausmaß der möglichen Konsequenzen der globalen Erwärmung führt zur Frage, wie diese verhindert oder ihre Folgen zumindest gemildert werden können. Die Grenze von tolerablem zu „gefährlichem“ Klimawandel wird politisch beispielsweise von der Europäischen Union mit einer Erwärmung um höchstens 2 °C benannt. Auch der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) empfiehlt die Erwärmung bei höchstens 2 °C zu begrenzen.[108] Bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts müsste dafür der CO2-Ausstoß um etwa 80 % bis 90 % im Vergleich zu 2005 reduziert werden, damit die CO2-Konzentration nicht über 450 ppm steigt.[109] Bislang zeigt die Entwicklung der weltweiten Emissionen von Treibhausgasen allerdings weiterhin einen deutlichen Anstieg und keine Verminderung an.
Auf globaler, regionaler und lokaler Ebene sind zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz möglich und teilweise bereits beschlossen. Global stellen die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen und das daran angeschlossene Kyōto-Protokoll die einzig völkerrechtlich verbindlichen Regelungen zum Klimaschutz dar.
Technische und individuelle Möglichkeiten,
so ließe sich theoretisch auch mit heutigen Mitteln ein effektiver Klimaschutz realisieren.[110] Besonders den erneuerbaren Energien kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.[111] Die bestehenden Schwierigkeiten und vor allem die Kosten einer solchen Vermeidungsstrategie hemmen bislang die notwendigen Investitionen. Dem gegenüber wurde ein vollständiger Klimaschutz mit Kosten von weniger als 1 % des Welt-Bruttosozialprodukts geschätzt.[112] [113] Im Kontrast zu den genannten möglichen Schäden eines ungebremsten Klimawandels würde dieser Vermeidungsansatz je nach Quelle unter 30 Billionen Dollar kosten. Die Kosten für rasche globale Maßnahmen gegen die Belastung der Erdatmosphäre beziffert Nicholas Stern, der frühere Chefökonom der Weltbank, mit 275 Milliarden Euro.

Sterben die Deutschen aus?

Deutschland hat den "demographischen Übergang" längst hinter sich gelassen. Seit 1972 sterben mehr Menschen, als geboren werden. Nur aufgrund von Außenzuwanderungen ist die Gesamtbevölkerung in Deutschland in den letzten Jahren noch geringfügig gewachsen. Bleiben die Zuwanderungen in Zukunft aus, schlägt sich das sofort in geringeren Zuwachsraten nieder. Deutschland zählte Ende 1997 rund 82,1 Millionen Einwohner; 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Altersstruktur in Deutschland ist typisch für eine Industrienation. Übertragen auf eine Bevölkerungspyramide entspricht sie der Urnenform. Diese entsteht, wenn die Geburtenzahlen laufend zurückgehen. Die Bevölkerung in Deutschland ist also im Begriff zu schrumpfen, denn die nachkommenden Generationen werden zahlenmäßig immer kleiner.

Auch in Zukunft wird es in Deutschland immer mehr ältere Menschen geben. Die erwerbsfähigen Altersjahrgänge werden hingegen immer kleiner. Der Trend zu nichtehelichen Lebensgemeinschaften und zu einem immer späteren Heiratsalter schlägt sich im generativen Verhalten der Deutschen nieder. Die Geburtenzahlen werden weiterhin sinken.

Die Alterssicherung muß von immer weniger jungen Menschen für immer mehr ältere Menschen getragen werden. Für die Arbeitenden erhöhen sich dadurch die Sozialabgaben. In 50 Jahren kämen auf 100 Beitragszahler rund 125 Rentner. Eine hohe finanzielle Belastung. Auch die Produktivität der Wirtschaft könnte sinken, weil immer weniger junge dynamische Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Öffentliche Dienstleistungen werden sich verteuern, weil sie von immer weniger Menschen genutzt werden.

Eine Umkehr des generativen Verhaltens der Deutschen ist derzeit nicht abzusehen. Selbst wenn ab morgen wieder mehr Kinder geboren würden, würde es Jahrzehnte dauern, bis sich der Trend wieder umkehrt. Eine Chance, der Überalterung und Schrumpfung der deutschen Bevölkerung entgegenzuwirken, sehen Bevölkerungswissenschaftler darin, verstärkt junge ausländische Menschen nach Deutschland einwandern zu lassen. Langfristig wäre sogar ein ganz erheblicher Zuzug aus dem Ausland notwendig, um für Deutschland eine stationäre Bevölkerungsentwicklung zu garantieren.

Bevölkerungsexplosion
Vor 2000 Jahren lebten 300 Millionen Menschen auf der Erde und es dauerte 1600 Jahre, bis sich diese Zahl verdoppelte. Heute sind nur noch 50 Jahre nötig, um die Weltbevölkerung in diesem Ausmaß anwachsen zu lassen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Anzahl der Erdenbürger rapide zugenommen. Heute leben über sechs Milliarden Menschen auf der Erde. Nach Schätzungen der UNO werden es im Jahr 2050 fast 11 Milliarden sein.
Problematik:
Steigende Sterberaten,durch Rückgang der Nahrungsmittelproduktion durch Zerstörung und Erosion der Böden, durch Übernutzung von Wasserressourcen und das Absinken des Grundwasserspiegels, Krankheiten, mangelnde medizinische Versorgung und Armut, ungleich verteilte Schichten/ Wohlstand

Verteilung der Menschen auf der Erde
Die Weltbevölkerung wächst nicht überall gleich schnell. Während in den westlichen Industrieländern im Jahre 1950 noch ein Weltbevölkerungsanteil von 28,5 Prozent registriert werden konnte, ist dieser 1998 bereits auf 17,5 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2050 werden Europa und Nordamerika nur noch 11,5 Prozent der Weltbevölkerung beherbergen. Vergleicht man den abnehmenden Anteil der Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten mit dem globalen Zuwachs der Bevölkerung.Spitzenreiter" des Bevölkerungswachstums ist Afrika: Die "Verdoppelungszeit" beträgt hier nur 27 Jahre.
Aber gerade dort herrscht schon heute Mangel: Mangel an Nahrung, an Infrastruktur, an Bildungsmöglichkeiten. 800 Millionen Menschen im weniger entwickelten Teil der Welt sind derzeit unterernährt. Eine Milliarde Jugendliche und Erwachsene können weder lesen noch schreiben. Das rasche Bevölkerungswachstum in diesen Ländern belastet die ohnedies schon überforderte Infrastruktur. Es macht etliche Regionen noch abhängiger von Nahrungsmittelimporten und damit von Geld.

Wieviel Methan wird eigentlich so am Tag durch eine Kuh produziert ?
In Australien machen die Methanausdünstungen der millionenköpfigen Schaf- und Rinderherden heute 14 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen aus. Die Verdauungsorgane dieser Wiederkäuer, speziell ihr Pansen, sind derart voll mit celluloseabbauenden Bakterien, dass man mit der Molekularbiologin Lynn Margulis sagen kann: “Sie sind die Kuh.” Das Methan, das diese Bakterien bei ihrer Verarbeitung der Gräser im Pansen freisetzen, kann der Körper nicht absorbieren, er gibt es deswegen durch Furzen und vor allem Rülpsen frei - und das in solchen Mengen, dass man inzwischen die Rinder dieser Welt fast für den gesamten Methananteil in der Atmosphäre (etwa 15%) verantwortlich macht.

Allein die dänischen Kühe geben pro Jahr 140.000 Tonnen Methangas in die Atmosphäre ab.

In Deutschland, wo 13 Mio Rinder leben, die jährlich 500.000 Tonnen Methan produzieren, kommen rund drei Viertel des landwirtschaftlichen Methanausstoßes aus der Rinderhaltung.
Eine Kuh, die 2.500 kg Milch im Jahr gibt, scheidet, bezogen auf die Milchleistung, 41 kg Methan je kg Milch aus etc.